Do oder make im Englischen: machen richtig übersetzen

Do steht häufig bei Aufgaben und Tätigkeiten: do homework, Hausaufgaben machen; do the dishes, den Abwasch machen. Make steht häufig bei etwas, das entsteht oder zustande kommt: make dinner, Abendessen zubereiten; make a decision, eine Entscheidung treffen. Diese Unterscheidung ist eine Orientierung, aber keine Regel ohne Ausnahmen. Die übliche Wortverbindung entscheidet.

Das deutsche machen ist zu vielseitig, um immer denselben englischen Partner zu haben. Du machst Hausaufgaben mit do, einen Fehler mit make und ein Foto gewöhnlich mit take. Manchmal verwendet Deutsch nicht einmal „machen“: make money heißt Geld verdienen. Lerne deshalb nicht nur zwei Einzelwörter, sondern kurze Verbindungen mit ihren Ergänzungen.

Häufige Verbindungen mit Audio

Die Tabelle zeigt typische Aufgaben und Ergebnisse. Höre dir die vollständigen Sätze an und beachte Artikel, Mehrzahl und Zeitform. Ein Ausdruck wie make a decision ist als Einheit leichter wiederzuverwenden als eine allgemeine Übersetzung von „machen“.

Form Verwendung Beispiel
do homework Schulaufgaben I usually do my homework after dinner.Ich mache meine Hausaufgaben normalerweise nach dem Abendessen.
do the dishes Haushaltsaufgabe Can you do the dishes tonight?Kannst du heute Abend den Abwasch machen?
do exercise Körperliche Aktivität I try to do exercise before work.Ich versuche, vor der Arbeit Sport zu treiben.
make a mistake Einen Fehler machen I made a mistake in the email.Ich habe in der E-Mail einen Fehler gemacht.
make a decision Eine Entscheidung treffen You need to make a decision today.Du musst heute eine Entscheidung treffen.
make money Geld verdienen She makes money with her blog.Sie verdient mit ihrem Blog Geld.
make friends Freundschaften schließen It is easy to make friends at work.Bei der Arbeit kann man leicht Freundschaften schließen.

Beim Bettmachen entsteht normalerweise kein neues Bett, trotzdem heißt es make the bed. Beim Erledigen einer Aufgabe kann durchaus ein Ergebnis entstehen, trotzdem sind viele Verbindungen mit do fest etabliert. Die Bedeutungsregel hilft beim Einordnen, ersetzt aber nicht den tatsächlichen Sprachgebrauch.

Do für Aufgaben, Arbeit und Tätigkeiten

Do beschreibt häufig das Ausführen einer Aufgabe: do homework, Hausaufgaben machen; do the washing-up, abwaschen; do the shopping, die Einkäufe erledigen. Die Tätigkeit wird als etwas betrachtet, das man ausführt oder erledigt.

I need to do my homework before dinner.
Ich muss vor dem Abendessen meine Hausaufgaben machen.

Homework ist in diesem Sinn normalerweise nicht zählbar. Auf Englisch steht nicht homeworks für die einzelnen Aufgaben. Do my homework enthält einen Possessivbegleiter; do homework kann die Tätigkeit allgemein nennen.

Bei work ist die gleiche Unterscheidung hilfreich: do some work, etwas arbeiten oder etwas Arbeit erledigen. Mit job sind einzelne Aufgaben möglich: do a good job, gute Arbeit leisten. Die Wahl von do beantwortet nicht gleichzeitig alle Fragen zu Artikel und Mehrzahl.

Can you do me a favour?
Kannst du mir einen Gefallen tun?

Dieses Beispiel zeigt, dass Deutsch nicht immer „machen“ sagt, wo Englisch do verwendet. Do someone a favour bedeutet jemandem einen Gefallen tun. Übersetze die ganze Verbindung und achte auf die Person zwischen Verb und Aufgabe.

Make für das Herstellen und Zubereiten

Make passt häufig, wenn etwas hergestellt, zubereitet oder zusammengestellt wird: make a cake, einen Kuchen backen; make coffee, Kaffee machen; make a list, eine Liste erstellen. Das Ergebnis muss nicht dauerhaft oder materiell sein.

I’ll make some coffee.
Ich mache etwas Kaffee.

Für das Abendessen ist make dinner ein gängiger Ausdruck. Do dinner kann in anderen Zusammenhängen ebenfalls vorkommen, etwa wenn man sich um das Essen kümmert oder informell eine Verabredung bespricht. Deshalb wäre ein Test ohne Kontext zu streng, wenn er jede Verwendung von do dinner als grundsätzlich falsch bezeichnete.

Make a cake und bake a cake können beide passend sein. Das erste ist allgemeiner, das zweite nennt das Backen ausdrücklich. Ein häufiges Verb macht eine genauere Alternative nicht automatisch falsch. Es geht darum, eine natürliche Kombination für die gewünschte Aussage zu wählen.

Bei Berufen und Produkten können auch andere Verben genauer sein: build a house, ein Haus bauen; write a report, einen Bericht schreiben; design a website, eine Website gestalten. Make ersetzt nicht jedes deutsche „herstellen“, „bauen“ oder „erstellen“ gleich gut in jedem Zusammenhang.

Entscheidungen, Fehler und Veränderungen

Viele Verbindungen mit make bezeichnen ein abstraktes Ergebnis: make a decision, eine Entscheidung treffen; make a mistake, einen Fehler machen; make a plan, einen Plan machen. Du erzeugst dabei keinen Gegenstand, aber es kommt etwas zustande.

We need to make a decision today.
Wir müssen heute eine Entscheidung treffen.

Do a mistake ist für „einen Fehler machen“ nicht das übliche korrekte Muster; verwende make a mistake. Im vergangenen Satz heißt es I made a mistake. Dass „Fehler machen“ eine Handlung ist, reicht nicht aus, um do auszuwählen.

Make progress bedeutet Fortschritte machen. Progress ist normalerweise nicht zählbar: some progress, nicht a progress in diesem allgemeinen Sinn. Auch make an effort, sich bemühen oder eine Anstrengung unternehmen, und make a difference, einen Unterschied machen, solltest du als ganze Verbindungen lernen.

Take a decision kommt ebenfalls vor, insbesondere in bestimmten britischen oder institutionellen Kontexten. Make a decision ist ein breit verwendbares Grundmuster, aber take darf nicht ohne Rücksicht auf den Kontext als unmögliche Alternative behandelt werden.

Bett, Lärm, Geld und Freunde

Make the bed bedeutet das Bett machen, also die Bettwäsche ordnen. Make a bed kann je nach Kontext ein Bett herrichten oder tatsächlich eines herstellen. Der Artikel und die Situation helfen, die Bedeutung zu verstehen.

Please don’t make so much noise.
Mach bitte nicht so viel Lärm.

Noise ist hier nicht zählbar. Mit a noise kann ein einzelnes Geräusch gemeint sein: I heard a noise, ich habe ein Geräusch gehört. Das zeigt erneut, warum du neben dem Verb auch den restlichen Ausdruck betrachten solltest.

Make money heißt Geld verdienen, nicht zwangsläufig Geld herstellen. Make friends bedeutet Freundschaften schließen oder neue Freunde finden. Für „Freundschaften schließen“ ist die Mehrzahl typisch: do friends ist nicht die entsprechende Verbindung.

Diese Ausdrücke passen nur teilweise zur einfachen Vorstellung „make produziert einen Gegenstand“. Das Ergebnis kann ein geordnetes Bett, ein Geräusch, ein Einkommen oder eine neue Beziehung sein. Die Orientierung ist nützlich, wenn sie nicht als mechanisches Gesetz verstanden wird.

Sport und Übungen: do, play oder go?

Mit do exercise kann körperliche Bewegung gemeint sein. Do exercises bezeichnet häufig einzelne Übungen, beispielsweise in einem Arbeitsblatt oder Trainingsplan. Die Mehrzahl kann also einen anderen Blick auf die Tätigkeit ausdrücken.

She does yoga every morning.
Sie macht jeden Morgen Yoga.

Für Sportarten werden unterschiedliche Verben verwendet: play football, Fußball spielen; go swimming, schwimmen gehen; do yoga, Yoga machen. Das deutsche „Sport machen“ wird nicht dadurch übersetzt, dass du bei jeder Sportart make einsetzt.

Exercise kann auch selbst ein Verb sein: I exercise before work, ich trainiere vor der Arbeit. Das ist eine natürliche Alternative zu einer Verbindung mit do. Wenn mehrere Formulierungen denselben Gedanken ausdrücken, solltest du sie nicht nur deshalb ausschließen, weil eine Liste eine andere nennt.

Für Hausaufgaben und schriftliche Aufgaben ist do an exercise häufig: eine Übung bearbeiten. Wenn du dagegen eine neue Übung für andere entwirfst, kann create an exercise passen. Ob du die Aufgabe löst oder erstellst, verändert die Aussage und damit möglicherweise den passenden Ausdruck.

Die Formen von do und make

Die Grundreihe von do lautet do — did — done. Im Präsens steht bei he, she, it die Form does. Die Verlaufsform verwendet doing. Die Reihe von make lautet make — made — made, mit makes in der dritten Person und making als -ing-Form.

She made a mistake yesterday.
Sie hat gestern einen Fehler gemacht.

I have done my homework.
Ich habe meine Hausaufgaben erledigt.

Nach have oder has brauchst du das Partizip: done beziehungsweise made. I have did my homework wird zu I have done my homework. Bei make sehen Simple Past und Partizip gleich aus, bei do unterscheiden sie sich.

Nach did, does, can oder will steht die Grundform: Did you make a list?, Does she do the shopping?, Can you make coffee?. Did you made a list? ist falsch; richtig ist Did you make a list?.

Für die Zeitwahl selbst hilft Present Perfect oder Simple Past. Die Frage „do oder make?“ betrifft die Wortverbindung; die Frage „did, done oder doing?“ betrifft die grammatische Form. Beide Entscheidungen gehören zum vollständigen Satz.

Do als Hilfsverb ist eine andere Funktion

In Do you like coffee? bedeutet do nicht „machen“. Es bildet die Frage. In I don’t know gehört es zur Verneinung. Diese Hilfsverbfunktion darfst du nicht mit der Wahl des Vollverbs in do homework verwechseln.

What do you do on Sundays?
Was machst du sonntags?

Hier ist das erste do ein Hilfsverb, das zweite das Vollverb. Mit einer dritten Person lautet die Frage What does she do on Sundays?. Does trägt die grammatische Markierung, während das Vollverb in der Grundform bleibt.

Auch Does she make coffee? ist völlig normal: Das Hilfsverb ist does, das Vollverb make. Du musst dich nicht für eines der beiden Wörter im ganzen Satz entscheiden. Ihre Aufgaben sind verschieden.

In einer betonten Aussage kann do ebenfalls als Hilfsverb stehen: I do make mistakes, ich mache durchaus Fehler. Dieses do ersetzt make nicht. Es verstärkt die Aussage, während make mistakes die gelernte Wortverbindung bleibt.

Etwas bewirken: make someone happy

Make kann ausdrücken, dass etwas einen Zustand verursacht: make someone happy, jemanden glücklich machen; make someone nervous, jemanden nervös machen. Nach der Person steht dabei ein Adjektiv, das den entstehenden Zustand beschreibt.

This music makes me happy.
Diese Musik macht mich glücklich.

Vergleiche I get nervous, ich werde nervös, mit This noise makes me nervous, dieser Lärm macht mich nervös. Im ersten Satz verändert sich mein Zustand; im zweiten wird eine Ursache genannt. Die Seite become und get erklärt die Veränderung aus Sicht des betroffenen Subjekts.

Make kann außerdem eine Person zu einer Handlung veranlassen: The joke made us laugh, der Witz brachte uns zum Lachen. Im aktiven Grundmuster folgt die Grundform ohne to. The joke made us to laugh wird zu The joke made us laugh.

Das ist eine andere Konstruktion als make a cake. Du kannst nicht allein aus der deutschen Übersetzung „machen“ erkennen, ob ein Gegenstand, ein Zustand oder eine Handlung als Ergänzung folgt. Lerne jeweils ein vollständiges Muster.

Wo ein anderes Verb besser passt

Für ein Foto ist take a photo das gewöhnliche Alltagsmuster: „ein Foto machen“. Make a photograph kann in künstlerischen oder fachlichen Kontexten vorkommen, ist aber kein Grund, das Standardmuster mit take zu ignorieren.

Für „eine Frage stellen“ steht ask a question, nicht make a question im üblichen Gespräch. Für „eine Prüfung ablegen“ sind je nach Sprachvariante und Kontext take an exam, sit an exam oder auch do an exam möglich. Pauschale Verbote können hier irreführen.

Can I ask you a question?
Darf ich dir eine Frage stellen?

Für Urlaub verwendest du beispielsweise go on holiday oder take a holiday, je nach gewünschter Aussage. Für einen Spaziergang ist go for a walk ein gutes Muster. Eine Liste mit nur do und make kann also nicht alle deutschen Verwendungen von „machen“ abdecken.

Das ist kein Grund, möglichst viele Ausnahmen auswendig zu sammeln. Beginne mit den Tätigkeiten, die du selbst beschreiben möchtest, und lerne die passende Verbindung mit einem natürlichen Beispielsatz. So bleibt der Wortschatz an eine reale Verwendung gebunden.

Artikel und Ergänzungen gehören dazu

Vergleiche make a mistake, make mistakes und make progress. Ein einzelner Fehler braucht normalerweise einen Artikel oder einen anderen Begleiter; mehrere Fehler stehen im Plural; Fortschritt wird im allgemeinen Sinn nicht zählbar verwendet.

Do the dishes enthält gewöhnlich the, während do homework allgemein ohne Artikel stehen kann. Do my homework ist ebenfalls richtig, wenn du deine eigenen Aufgaben meinst. Du musst deshalb nicht jeden Ausdruck wortgleich kopieren, solltest aber seine grammatische Struktur erkennen.

Bei make someone a coffee erhält jemand einen Kaffee. Make coffee for someone ist eine andere mögliche Reihenfolge mit for. Dieses for nennt die Person, für die etwas zubereitet wird; es ist keine Dauerangabe wie in for und since.

Wenn du einen Satz prüfst, kontrolliere daher drei Dinge: die übliche Verb-Nomen-Verbindung, die passende Verbform und die Artikel beziehungsweise Ergänzungen. Ein richtig gewähltes make allein macht einen Satz noch nicht vollständig korrekt.

Mit Wortverbindungen statt Einzelübersetzungen lernen

Notiere neue Ausdrücke als kleine Einheiten: make a mistake, do the shopping, make friends. Ergänze einen Satz, der zu deinem Alltag passt, und sprich ihn in mehreren Formen: Gegenwart, Vergangenheit, Frage und Verneinung.

Dabei sollte die Bedeutung erhalten bleiben. Aus I made a mistake wird in der Frage Did I make a mistake?; du tauschst nicht plötzlich die Wortverbindung aus. So übst du Grammatik und Wortschatz zusammen, ohne die beiden Entscheidungen durcheinanderzubringen.

Achte beim Lesen auf Ausdrücke, die deine einfache Regel nicht perfekt erklären kann. Make the bed ist kein Gegenbeweis gegen das Lernen mit Mustern, sondern ein Beispiel dafür, warum feste Verbindungen wichtig sind. Nutze die Bedeutungsregel als erste Orientierung und bestätige sie am vollständigen Ausdruck.

Das Quiz dieser Seite prüft häufige Verbindungen und ihre Formen. Im Englischkurs von Fluera kannst du anschließend Aufgaben, Gewohnheiten und Ergebnisse mit ganzen Sätzen üben und die Aussprache der Wörter wiederholen.

Üben

Frage 1 von 15

Hausaufgaben erledigen: I need to ___ my homework.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen do und make?
Do steht häufig für das Ausführen von Aufgaben, make für das Herstellen oder Bewirken eines Ergebnisses. Das ist eine Orientierung. Die übliche Verbindung, etwa do homework oder make a mistake, bleibt entscheidend.
Warum heißt es make the bed?
Das ist die feste Verbindung für das Ordnen der Bettwäsche. Es wird normalerweise kein neues Bett hergestellt. Deshalb reicht die Regel „make erschafft etwas“ allein nicht aus.
Wie heißen die Vergangenheitsformen?
Do hat die Formen did und done; make hat made als Simple Past und als Partizip. Nach did steht wieder die Grundform: Did you make…?.
Können do und make im selben Satz stehen?
Ja. In Does she make coffee? ist does das Hilfsverb für die Frage und make das Vollverb. Die beiden Wörter erfüllen verschiedene Aufgaben.
Sagt man do a mistake oder make a mistake?
Das übliche Muster ist make a mistake. In der Vergangenheit heißt es made a mistake, nach have ebenfalls made.
Wird Foto machen mit make übersetzt?
Das gewöhnliche Alltagsmuster ist take a photo. In fachlichen oder künstlerischen Kontexten können andere Formulierungen vorkommen, aber take ist ein guter Ausgangspunkt.
Sind make a decision und take a decision beide möglich?
Ja. Make a decision ist breit verwendbar. Take a decision kommt besonders in bestimmten britischen oder institutionellen Zusammenhängen vor und sollte nicht pauschal als falsch gelten.